Bruder

Harald Weber

Wie ich zu den Kapuzinern gekommen bin?

Durch Zufall?…

Mit 30 habe ich mein Studium (BWL) beendet, wusste, dass ich nicht – wie seit 3 Jahren – selbständig im EDV-Bereich arbeiten wollte, ein Leben lang und es endete die Beziehung zu meiner damaligen Freundin. Da merkte ich: Es ist mal Zeit, sich zu überlegen, was ich langfristig mit meinem Leben anfangen will. Um darüber nachzudenken, bin ich für eine Woche zu den Kapuzinern nach Salzburg gefahren, wo eine Woche zum Mitleben angeboten war. Dort hat mir mein Bauchgefühl gesagt: Das könnte was sein, das musst Du ausprobieren. Einen Job kannst Du Dir auch noch später suchen, wenn das nichts ist. In den vergangenen 15 Jahren habe ich dazu keinen Grund gesehen…

Br. Harald Weber

Kapuzinerkloster
Kapuzinerstr. 27/29
48149 Münster
Tel.: 0251/9276-0

Was mich am Kapuzinerleben fasziniert?

  • Die Lebensform, die mir in ihrer Mischung aus Arbeit, Gebet, Gemeinschaft einen Rahmen und Sinn gibt.
  • Jede Menge interessante Tätigkeitsbereiche im Orden, die ich mir für mich vorstellen könnte.
  • Gemeinsam mit Gott und den Brüdern auf der Suche bleiben, was ansteht, wohin wir gerufen sind, wie sinnvolles und mit Christus verbundenes Leben heute aussehen könnte.
  • Die mir geschenkte Lebenskraft und –zeit für andere Menschen zu investieren und dabei immer wieder selber beschenkt werden.

Was ich im Orden tue?

Meine Hauptaufgaben liegen in verschiedenen Ausbildungszusammenhängen:

Ich leite das Pastoralseminar an unserer eigenen Hochschule, der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster. Dort begleite ich die Brüder aus verschiedenen Ordensgemeinschaften, die zum Diakon und Priester geweiht werden und ihre ersten Erfahrungen in der Seelsorge sammeln.

Ich bin im Team der Brüder, die die Junioratsausbildung gestalten. Im Juniorat, das unser dritter Ausbildungsschritt ist, machen die jungen Kapuziner eine fachliche Ausbildung. Zum Beispiel: Kochausbildung, Krankenpflege, Studium der Sozialen Arbeit oder der Theologie oder vieles anderes mehr. Außerdem ist das die Zeit, in der sich die Brüder abschließend überlegen müssen, ob sie lebenslang in den Orden der Kapuziner berufen sind oder ein anderes Leben führen möchten.

Dazu arbeite ich mit in der Liturgie und Seelsorge in unserem Kloster in Münster und der Pfarrgemeinde Liebfrauen-Überwasser, zu der wir gehören…

… und mache zusammen mit anderen Brüdern Angebote für Junge Leute und Studierende in Münster. Schau mal vorbei: www.kloster-fuer-studierende.de

Franz von Assisi?

Faszination, Provokation, Inspiration.

Seine Radikalität und Echtheit, den Ruf Jesu zu leben und auf die Menschen zuzugehen fasziniert mich. Gleichzeitig bleibt sein Lebenszeugnis ein Stachel im Fleisch, der mir sagt: So radikal wirst Du es nie hinkriegen, aber versuch es weiter, streck Dich nach der Decke. Seine Schriften und die Beschreibung seines Lebens laden mich immer wieder neu ein, mich auf Gott einzulassen und wie Franziskus zu sagen: Auf Brüder, lasst uns beginnen, wir haben noch so wenig getan…
So radikal wirst Du es nie hinkriegen, aber versuch es weiter…

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