Bruder

Bernd Kober

Wie ich zu den Kapuzinern gekommen bin?

In Frankfurt am Main, meiner Heimatstadt, bin ich schon früh als Ministrant mit den Kapuzinern in Kontakt gekommen. Während meines Zivildienstes in der Obdachlosenarbeit der Kapuziner dort, durfte ich die Brüdergemeinschaft Frankfurt als offene, gastfreundliche und bodenständige Gruppe von Männern erleben. Der Zusammenhalt der Brüder wie auch ihre durchaus spannungsreiche Unterschiedlichkeit habe ich dort erlebt – und einen guten, den Menschen zugewandten Geist, gepaart mit einer unverstellten schlichten Frömmigkeit, die nicht am Buchstaben klebt und hängt. Gemeinsam mit dem Wunsch, Priester zu werden, hat mich das angezogen und auf den Weg gebracht.

Was mich am Kapuzinerleben fasziniert?

Die Kapuziner sind vielfältig. Jeder Ort hat sein Gepräge, jeder Bruder ein sehr eigenes Profil. Das ist die Grundlage zu einer Echtheit und Authentizität, die ich dieser Weise bei uns Kapuzinern finde. Keineswegs sind wir perfekt, vieles lässt im eigentlichen Sinn des Wortes zu wünschen übrig. Aber es ist faszinierend, wie in dieser Lebens- und Glaubenswerkstatt Typen zusammenarbeiten und –wirken, die sich im ‚normalen‘ Leben niemals zu einer Lebensgemeinschaft zusammengetan hätten. Die Sache Jesu, seine Kraft verbindet und trägt.

Br. Bernd Kober

Kapuzinerkloster Salzburg
Kapuzinerberg 6
5020 Salzburg
Österreich
Tel.: 0043 – 662 – 873563 – 0

Was ich im Orden tue?

Im Moment darf ich in Salzburg leben. Erste Aufgabe für mich ist dort die Begleitung der Novizen in persönlichem Gespräch, Unterricht, Organisation des Noviziatsjahres. Dazu kommt der Dienst in der Leitung unserer Ordensprovinz, gemeinsam mit dem Provinzial und drei weiteren Brüdern im sog. ‚Provinzrat‘. Hier vor Ort bin ich gemeinsam mit Br. Karl auch zuständig für die seelsorglichen Dienste in unserer Pfarrei St. Andrä.

Franz von Assisi?

Ein Charismatiker – im Innersten verbunden mit der Gestalt und dem Lebensprogramm Jesu. Ein ‚Extremist‘, den wir heute wahrscheinlich nur schwer aushalten würden. Und doch ist er nicht übers Ziel hinausgeschossen, hat sich von der Realität, der Gemeinschaft der Kirche, von den konkreten Brüdern einbremsen lassen. Diese innere und äußere Spannung zwischen glühendem Idealismus und liebevollem Realitätssinn macht ihn groß.

Die Kapuziner sind vielfältig. Jeder Ort hat sein Gepräge, jeder Bruder ein sehr eigenes Profil.

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