Gebetshilfe für September 2017

von | 2.09.2017

Impuls

Glauben ist einfach

Warum ist Glauben einfach? Weil Gott diese Welt geschaffen hat. Wir können ihn erkennen, können staunen, können lieben. Wir können als Gottes Kinder leben.

Franziskus von Assisi hat in seiner Zeit neu entdeckt, dass glauben einfach ist: Einfach das Evangelium leben. Einfach gut sein. Einfach alle Menschen als Brüder und Schwestern sehen. Einfach alle Geschöpfe als Geschenk aus Gottes Hand annehmen. Einfach darüber staunen.

Vor 800 Jahren hat Franziskus vor dem Kreuz von San Damiano seine Berufung empfangen: Geh, Franziskus. Geh und baue mein Haus wieder auf.

Ganz einfach hat der junge Franziskus das getan, was er gehört hat. Er hat Steine gesammelt. Er hat die zerstörte Kapelle mit seinen Händen wieder aufgebaut.

Ganz einfach. Er wollte glauben in der Gemeinschaft der Glaubenden. Er wollte nicht für sich glauben. Er wollte einfach für alle glauben. Mit allen glauben. Er wollte einfach Bruder aller Menschen, ja aller Geschöpfe sein.

Wir sind Gottes Kinder. Keiner ist ohne die Liebe Gottes geboren worden. Jeder kann diese Liebe in sich entdecken. Es ist eine Liebe, die nicht vergehen kann. Keine Sünde kann sie zerstören. Jeder kann sie in sich finden. Keine Macht der Welt kann das verhindern.

Diese Botschaft haben die Menschen von Franziskus gut verstanden. Sie haben ihn gesehen, wie er gelebt hat. Sie haben seine ersten Brüder gesehen. Keinen von diesen Brüdern hat sich Franziskus ausgesucht. Jeden hat er angenommen als Geschenk Gottes. Ganz einfach. Bis heute ist diese franziskanische Idee wirksam.

Jeder Bruder ist ein Geschenk Gottes.

Die Welt wird anders, wenn wir mit den Augen von Franziskus sehen. Er sieht überall, wie Gott ihn anlacht. Sogar Krankheit und Tod können Gott nicht zum Schweigen bringen. Durch Gottes Kraft können auch Krankheit und Tod Bruder und Schwester werden. Lebensgefährten auf dem Weg zu Gott.

Nehmen wir Abschied von unserer Angst, Glaube sei kompliziert. Nein, Glauben ist einfach. Heiliger Franziskus, lehre uns das!

Zu den Bitten in den Laudes

Herr, lehre uns, mit deinen Augen unser Leben zu sehen:

Lass uns mit wachen Augen auf unsere Mitmenschen achten,

  • und sie als unsere Schwestern und Brüder erkennen!

Lass uns mit dankbaren Augen auf unser Leben schauen,

  • und es dankbar als Gabe deiner Güte genießen!

Zu den Fürbitten in der Vesper

Lass uns aufmerksam sein für die Vergänglichkeit des Lebens,

  • und glücklich feststellen: Alles ist in Dir gut geborgen!

Gieße aus deinen Geist

  • und stärke uns, nach dem Evangelium zu leben!

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Bruder Joachim Wrede
Bruder Sabu Purayidathil

Er ist seit 2000 Kapuziner und stammt aus Indien. Seit vier Jahren lebt er in Deutschland. Nach der Priesterweihe hat Br. Sabu in seiner Heimat als Kaplan und im Haus, in dem junge Brüder ausgebildet werden, gearbeitet.

Zurzeit lebt er in Frankfurt/Main und ist seelsorgerisch tätig.

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