Gebetshilfe für Oktober bis Dezember 2018

von | 5.10.2018

Impuls

Liebe zur Armut, Leben mit den Gestrauchelten, Karriere nach unten. Das Lebenskonzept des heiligen Franziskus klingt nicht gerade anziehend. Dennoch folgen sie ihm: Unzählige Männer und Frauen lassen sich von ihm anstecken und setzen alles auf eine Karte. Sie verlassen ihr bisheriges Leben und schließen sich Franziskus an. Als „Mindere Brüder und Schwestern“ wagen sie nach seinem Vorbild den „Abstieg“. Was ist sein Geheimnis?

Der Schlüssel zu der franziskanischen Erfolgsgeschichte ist eine Gotteserfahrung. Als der heilige Franziskus vor 800 Jahren im Halbdunkel von San Damiano zum „Höchsten, glorreichen Herrn“ betet, fällt sein Blick auf ein altes Ikonenkreuz. Franziskus sieht Christus, den höchsten Herrn, arm und nackt am Kreuz. Da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. Nicht der Weltenherrscher, sondern der Solidarische erwartet ihn hier.

Was er in dieser Stunde erfahren hat, lässt ihn nicht mehr los. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden. Diese Liebeserklärung Gottes gilt nicht nur den Reichen, den Edlen, den Frommen, sondern allen Menschen dieser Erde und darüber hinaus der ganzen Schöpfung Gottes. Das will, das muss Franziskus fortan verkünden. Die ergreifendste Szene begegnet uns vielleicht in Greccio. An Weihnachten lässt er in der Mitternachtsmette das Geschehen nachspielen. Jetzt soll es jeder sehen und hören. Endlich sollen es alle verstehen und begreifen. „Das Wort (Gottes) ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ (Joh 1,14)

Zu den Bitten in den Laudes

Oktober

Herr, lehre uns, mit deinen Augen unser Leben zu sehen:

  • Lass uns mit wachen Augen auf unsere Mitmenschen achten, und sie als unsere Schwestern und Brüder erkennen!

November

Herr, lehre uns, mit deinen Augen unser Leben zu sehen:

  • Lass uns mit dankbaren Augen auf unser Leben schauen, und es als Gabe deiner Güte genießen!

Dezember

Herr, lehre uns, mit deinen Augen unser Leben zu sehen:

  • Lass uns mit gläubigen Augen auf unser Leben schauen, und dich als unseren Erlöser erwarten!

Zu den Fürbitten in der Vesper

Oktober

Wir beten für alle Schwestern und Brüder in den franziskanischen Gemeinschaften:

  • Lass sie froh und dankbar ihre Berufung leben.

November

Wir beten für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen:

  • Schenke ihnen die Erfahrung, dass es viele Wege gibt, Dir und den Menschen zu dienen.

Dezember

Wir beten für die Zukunft unserer Ordensprovinz:

  • Berufe auch heute junge Männer, als Kapuziner deinen Fußspuren zu folgen.

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in Kürze

Kapuzinerkloster St. Anton

In unserem Kloster St. Anton in München ist das Provinzialat der Deutschen Kapuzinerprovinz untergebracht. Außerdem leben und arbeiten die Brüder dort im Pfarrverband Isarvorstadt mit den Pfarreien St. Anton und St. Andreas.

Die Provinzverwaltung ist der Sitz von unserem Provinzial Br. Marinus Parzinger. Von hier aus werden auch die Verwaltungsaufgaben der Provinz von Mitbrüdern und angestellten Fachleuten erledigt.

P. Stefan Maria und Br. Thomas bilden ein junges Pfarreiteam in der Münchener Innenstadt. So können sie immer wieder neue pastorale Formate auf der Höhe der Zeit anbieten, wie Meditationstage und den Sonntagsgottesdienst „Schlag 12“. Auch über die Pfarrei hinaus sind sie in der Münchner Kirche präsent, zum Beispiel bei den Nightfever-Gottesdiensten oder der stadtweiten Firmvorbereitung.

Gerne sind die Brüder ansprechbar, wenn man mehr über das Kapuzinerleben erfahren will oder Begleitung auf der Suche nach seiner Berufung benötigt.

Mehr auf unseren Homepages:
www.kapuziner-entdecken.de
www.pfarrverband-isarvorstadt.de

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