Gebetshilfe für Juli 2017

von | 5.07.2017

Impuls

Weltkirche

„Katholisch“ heißt weltumspannend. Eine Kirche für alle Menschen wollen wir sein. „Geht in alle Welt und verkündet das Evangelium“ (Mk 16,15) trug Jesus seinen Jüngern auf. Franziskus war der erste Ordensgründer, der in seine Regel ein Kapitel über die Mission aufnahm. „Die Brüder aber, die hinausziehen, können in zweifacher Weise […] geistlich wandeln. Eine Art besteht darin, dass sie weder Zank noch Streit beginnen, sondern ‚um Gottes willen jeder menschlichen Kreatur‘ (1 Petr 2,13) untertan sind und bekennen, dass sie Christen sind. Die andere Art ist die, dass sie, wenn sie sehen, dass es dem Herrn gefällt, das Wort Gottes verkünden“ (Nicht bullierte Regel 16).

Schon immer waren die franziskanischen Orden missionarisch aktiv. Und auch heute ist der Dienst an der Weltkirche eine Option für uns Kapuziner. Manch einer fragt sich, warum man denn in andere Länder ziehen soll, wenn doch bei uns ein solcher Mangel an Priestern und Ordenschristen herrscht und auch wir längst wieder Missionsland geworden sind. Aber ein Missionar macht immer deutlich, dass unser Glaube katholisch, weltumfassend ist. Jede Kultur muss sich vom Evangelium reinigen lassen. Da schaut der Fremde unvoreingenommener hin als der Einheimische. Darum freuen wir Kapuziner in Deutschland uns auch über die Mitbrüder aus Indien oder anderen Ländern, die hier bei uns leben und arbeiten. Sie stopfen nicht etwa nur Löcher. Sie helfen uns, das Evangelium neu und tiefer zu verstehen.

Zu den Bitten in den Laudes

Du hast uns in eine weltumspannende Kirche berufen:

  • Schenke uns die Kraft in den anderen Menschen unsere Schwestern und Brüder zu sehen und Werkzeuge der Einheit und des Friedens zu sein.

Du hast gesagt „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt“:

  • Schenk uns den Mut in unserem Alltag Zeugen des Evangeliums zu sein.

Zu den Fürbitten in der Vesper

Du hast deine Jünger bis an die Enden der Erde gesandt:

  • Erhalte in den Reihen der Kapuziner den missionarischen Geist, der über den eigenen Kirchturm hinausschauen lässt. Stärke unsere Missionare, die aus Deutschland in die Welt gezogen sind und die, die aus der Welt zu uns kommen. Erneuere deine Kirche durch missionarische Berufungen.

Herr, gedenke deiner Boten:

  • Stärke unsere Missionare in ihrem Dienst, beschütze sie in Gefahren, tröste sie in Enttäuschungen und lass die Saat wachsen, die sie in deinem Namen aussäen.

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Bruder Joachim Wrede
Bruder Helmut Rakowski

Br. Helmut Rakowski ist seit 1981 Kapuziner. Nach seiner Priesterweihe ging er 1991 für 8 Jahre in die Berge Südmexikos, wo er in der Indiopfarrei San Mateo Peñasco lebte und arbeitete. Zurück in Deutschland war er Missionssekretär seiner Kapuzinerprovinz. 2003 wurde er als Generalsekretär für die missionarische Animation an die Generalkurie des Ordens in Rom berufen. Zehn Jahre lang war er für die Missionsarbeit der Kapuziner in der ganzen Welt verantwortlich. Seit 2013 ist er deutschsprachiger Mitarbeiter beim Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung im Vatikan. In dieser Eigenschaft war er u.a. auch mit der Organisation des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit betraut. Ab Januar 2018 übernimmt er u. a. die Aufgabe des geistlichen Direktors der Katholischen Journalistenschule ifp in München.

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