Gebetshilfe für Januar bis März 2018

von | 26.02.2018

Impuls

Das Wort Buße schmeckt oft muffig. Nach Beichtstuhl, nach peinlichen Befragungen, nach laschen Wiedergutmachungen.
Dabei ist Buße ein biblisches Hauptwort. Jesus tritt im Markusevangelium mit den Worten auf: „Die Zeit ist erfüllt, nah ist das Königreich Gottes. Tut Buße! Und: Glaubt der Frohen Botschaft!“ (Mk 1,15) Buße tun, das griechische Wort dafür ist metánoia. Es bedeutet wörtlich: den Sinn, das Leben und das Verhalten ändern, umkehren, sich bekehren, eben Buße tun. Der Akzent liegt nicht auf dem Auswetzen eines Fehlers. Es geht vielmehr darum, sich selbst zu ändern. Jesus will, dass wir unseren Sinn ändern, uns umkehren zu Gott, der uns entgegenkommt (vgl. Lk 15, 11ff).

Der heilige Franziskus schildert diese Bewegung auch in seinem Testament: „So hat der Herr mir, dem Bruder Franziskus, gegeben, das Leben der Buße zu beginnen.“ Franziskus meint damit nicht, dass er drei Vaterunser als Buße betet. Er wollte sein Leben vielmehr ganz in den Blickwinkel Jesu stellen.

Nicht Fehler auswetzen, sondern versuchen, in der Fastenzeit einen Bereich meines Lebens zu durchbeten, der meiner Meinung nach geändert werden kann, und ihn dann auch wirklich nachhaltig verändern, um freier auf Gott und die Menschen zugehen zu können. Das ist frohe Buße.

Zu den Bitten in den Laudes

Januar

Du offenbarst die Gerechtigkeit Gottes;

  • hilf uns, unseren Nächsten zu lieben.

Februar

Du rufst uns in die Nachfolge deines Sohnes;

  • lass uns in Wort und Tat dich verkünden.

März

Du ermunterst uns zum Vertrauen;

  • gib, dass wir deine Menschenfreundlichkeit leben.

Zu den Fürbitten in der Vesper

Januar

Für alle, die in caritativen Berufen arbeiten;

  • rufe immer wieder junge Menschen, die Liebe Gottes durch das Ordensleben zu beantworten und weiterzuschenken.

Februar

Rufe immer wieder Männer zu einem Leben als Priester;

  • und schenke unserem Orden Nachwuchs.

März

Berufe junge Frauen zu Kapuzinerinnen;

  • und junge Männer zu Kapuzinern.

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Kapuzinerkloster Münster

Im Kloster Münster leben zurzeit 21 Brüder. Wir engagieren uns in der Pfarrarbeit, der Gesprächsseelsorge und der Ausbildung von Studierenden der Theologie an unserer Hochschule. Unser Haus ist geprägt vom Miteinander der verschiedenen Generationen. Sowohl die älteren Brüder als auch die Brüder des Juniorates leben hier zusammen.

Für Interessierte bieten wir verschiedene Angebote an, z. B. einige Tage über Silvester und Ostern bei uns zu verbringen – in Ruhe zu lernen oder seine Bachelor- oder Masterarbeit zu schreiben – sich einen Tag in Stille zu nehmen – mit den Brüdern zu meditieren und zu beten.

Mehr auf unseren Homepages:
www.kapuziner.de
www.kloster-fuer-studierende.de

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