Gebetshilfe für August 2017

von | 3.08.2017

Impuls

Mitgehen

Im vierten Jahr bin ich nun in der Wallfahrtsseelsorge hier in Altötting verantwortlich tätig. Wir Kapuziner erleben hier in großer Anzahl die verschiedensten Wallfahrer und Pilger, die das Gnadenbild der Gottesmutter in der Heiligen Kapelle am größten Wallfahrtsort Deutschlands zum Ziel haben. Sehr viele besuchen auch in unserer Klosterkirche St. Konrad das Grab unseres heiligen Mitbruders Konrad von Parzham, des zweiten großen Heiligen unserer Wallfahrtsstadt.

„Mit Maria zu Jesus“ lautet unser diesjähriges Wallfahrtsmotto. Es war die Berufung Mariens, dem Gottessohn Mutter zu sein und ihn auf seinem Lebensweg zu begleiten. Am Kreuz vertraut Jesus seiner Mutter in der Person des Johannes seine Jünger und damit die Kirche an und den Jünger seiner Mutter: „Frau, siehe dein Sohn – siehe deine Mutter“ (vgl. Joh. 19, 26-27)

Maria begleitet auch die entstehende junge Kirche in der Erwartung des Heiligen Geistes mit ihrem Gebet und sie begleitet die Kirche durch die Jahrhunderte als mitbetende Fürsprecherin. So will sie die Menschen auch unserer Tage zu Jesus hinführen und wir dürfen sie als Wegbegleiterin auf unserem Glaubensweg erfahren.

Wegbegleiter auf dem Glaubensweg vieler Wallfahrer war auch der hl. Bruder Konrad in den 41 Jahren, in denen er als einfacher und treuer Pförtner in Altötting gelebt und gewirkt hat. Auch wir Brüder Kapuziner in der Wallfahrtsseelsorge in Altötting sehen es als unsere Aufgabe, für die Menschen, die zu uns kommen, Wegbegleiter im Glauben zu sein, sei das in der persönlichen Begegnung z.B. an der Klosterpforte oder im Seelsorgsgespräch, bei der Verkündigung in den Gottesdiensten und auch bei der Feier der Versöhnung im Bußsakrament, das in Altötting noch gefragt ist.

Und wir nehmen die Anliegen all derer, die sich uns mit ihren Anliegen anvertrauen, gerne in unser Beten mit hinein und freuen uns über alle, die mit uns in Gebetsgemeinschaft stehen und damit auch in der Beziehung zu Christus.

Zu den Bitten in den Laudes

Herr Jesus Christus, wer dich sieht, der sieht den Vater:

  • Lass unsere Beziehung zu dir und zum himmlischen Vater wachsen und größer werden.

Herr Jesus Christus, im hl. Bruder Konrad hast du uns einen einfühlsamen Kapuziner als Vorbild geschenkt:

  • Lass uns heute im Umgang mit unseren Mitmenschen freundlich und hilfsbereit sein.

Zu den Fürbitten in der Vesper

Herr Jesus Christus, du hast die Kirche deiner Mutter Maria anvertraut:

  • Lass alle Glieder der Kirche die begleitende Nähe und Fürsprache deiner Mutter in reichem Maß erfahren.

Herr Jesus Christus, du warst den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus ein Wegbegleiter:

  • Schenke allen, die sich in der begleitenden Seelsorge engagieren, die Kraft deines Heiligen Geistes.

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Bruder Joachim Wrede
Bruder Norbert Schlenker

Br. Norbert Schlenker ist 1954 in Karlsruhe geboren und war während seiner Schulzeit in der damals noch von den Kapuzinern betreuten Pfarrgemeinde St. Franziskus als Ministrant und in der Jugendarbeit tätig
1973 nach dem Abitur Eintritt ins Noviziat der Kapuziner.
1974–1980 Theologiestudium in Münster i. W. und Freiburg i. Br.
1980 Priesterweihe in der Heimatgemeinde St. Franziskus in Karlsruhe
1980–1995 in der Pfarrseelsorge im badischen Offenburg: sechs Jahre als Kaplan und neun Jahre als Pfarrer und Guardian
1995–2006 Pfarrer und Wallfahrtsseelsorger im Schwarzwaldkloster Zell a.H.
2007–2010 Guardian, Wallfahrts- und Pfarrseelsorger im Wallfahrtskloster Ave Maria in Deggingen auf der Schwäbischen Alb
2010–2013 Pfarrer und Cityseelsorger in Frankfurt Liebfrauen
Seit 2014 Guardian und stellvertretender Wallfahrtsrektor in Altötting
Seit 2016 auch als Provinzrat Mitglied in der Leitung der Deutschen Kapuzinerprovinz.

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